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Egal ob du schon von Anfang an dabei bist oder dich erst vor Kurzem der Kryptobewegung angeschlossen hast – an Bitcoin und Ethereum kommt niemand so leicht vorbei. Seit jeher haben die beiden Kryptogiganten den Markt dominiert. Bitcoin mag zwar nach wie vor die Nase vorn haben, doch die Technologie hinter dem Ethereum-Netzwerk liefert die Grundlage für viele Altcoins und dezentrale Finanz (DeFi)-Anwendungen und treibt darüber hinaus auch einige hochkarätige Entwicklungen in der Welt der Blockchains voran.

Der 30. Juli 2021 markiert den sechsten Geburtstag des Ethereum Networks. Doch das ist nicht der einzige Grund zu feiern – Seit Anfang des Jahres jagte ein ETH-Rekordhoch das andere. Doch wie hat es Ethereum geschafft, solch eine zentrale Rolle in der Welt der Kryptowährungen einzunehmen und was steckt eigentlich hinter dem Projekt?

Das Ethereum-Netzwerk (EVM)

Wenn du bereits ein paar der Artikel unserer Bitpanda Academy für Anfänger gelesen hast, weißt du bereits, dass Ethereum eine dezentrale Blockchain ist, die vor allem für ihre DApps und Smart Contracts bekannt ist. Es handelt sich dabei wie bei anderen Blockchains auch um eine Datenbank, die über ein Netzwerk von weltweit verteilten Computern (sogenannten “Nodes”) läuft, auf dem Transaktionen gleichzeitig geteilt und aktualisiert werden. Das bedeutet auch, dass jeder verbundene Computer Zugriff auf die aktuellste Version des Ethereum-Netzwerks hat.

Ethereum, Ether (ETH) und Gas

Der Begriff “Ethereum” wird vielfältig verwendet. Wir haben ein paar der tatsächlichen Definitionen zusammengeschrieben: Ethereum ist der Name des Ethereum-Netzwerks, die native Kryptowährung des Netzwerks heißt Ether (ETH), wird für Transaktionen und als Wertanlage verwendet. Der Ether-Coin wird jedoch häufig ebenfalls “Ethereum” genannt.

“Gas” wiederum misst den rechnerischen Aufwand, der für die Durchführung einer ETH-Transaktion notwendig ist. Dieses “Gas” entspricht den benötigten Netzwerkgebühren, die für die Verarbeitung einer bestimmten Transaktion verrechnet und in Ether (ETH) bezahlt werden.

Smart Contracts

Warum hat sich Bitcoin nicht wie Ethereum entwickelt? Ganz einfach: aus technischen Gründen.

Beim Programmieren kommen Skriptsprachen zum Einsatz, um die Ausführung von Aufgaben zu automatisieren. Die Skriptmöglichkeiten von Bitcoin sind auf Peer-to-Peer-Transaktionen beschränkt, Ethereum hingegen hat es sich zum Ziel gemacht, ein dezentrales System zu entwickeln, das auch Möglichkeiten für die dezentrale Automatisierung von Mechanismen digitaler Assets bietet.

Ethereums zugrunde liegende Technologie ermöglicht es zwei oder mehreren Parteien, Protokolle zu nutzen, die auch Smart Contracts genannt werden. Diese Smart Contracts führen (sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden) zuvor festgelegte Rechenleistungen oder Handlungen aus und verwalten Token. Smart Contracts sind unveränderlich und kommen in Anwendungen, wie etwa in dezentralen Anwendungen (DApps) zum Einsatz und verfügen darüber hinaus noch über ein viel breiteres Spektrum an möglichen Anwendungsfällen.

Token

Ein Token ist im einfachsten Sinne ein einzelnes Element einer Programmiersprache, dem ein Wert zugeschrieben wird. Es gibt verschiedene Herangehensweisen, um Token zu unterscheiden. Eine gängige davon ist die Unterscheidung zwischen Security und Utility Token. Ein Security Token repräsentiert einen Anteil des ausstellenden Unternehmens, während ein Utility Token, wie etwa unser Bitpanda Ecosystem Token BEST, den Zugang zu und die Nutzung von spezifischen Services ermöglicht. Hinter einer großen Anzahl von Blockchain-Projekten steckt der Ethereum ERC20 Token Standard.

ERC20 und ERC721 Token Standards

Im Ethereum-Netzwerk kommen Standards (universal festgelegte Vorgehensweisen bzw. Normen) zum Einsatz, um Kompatibilität sowohl für Entwickler als auch Nutzer zu ermöglichen. “ERC” steht für “Ethereum Request for Comment”. Es handelt sich dabei um regulierende Dokumente, die von Programmierern von Smart Contracts verfasst wurden und zum Standard im Ethereum-Ökosystem werden, sofern ein Verbesserungsvorschlag von der Community angenommen wurde. Es gibt eine Vielzahl an ERC Standards, wovon ERC20 und ERC721 die wichtigsten sind.

Der ERC20 Token Standard ist ein Standard für fungible Token, beispielsweise für Token, die für Zahlungen oder zum Staken verwendet werden. ERC20 ist der weltweit gängigste Standard für Tokenlaunches auf einer Blockchain. ERC721 hingegen ist Ethereums Standard für nicht-fungible Token und kommt bei der Entwicklung einzigartiger Token, wie zum Beispiel digitaler Eigentumsnachweise, zur Anwendung.

Fungible und nicht-fungible Token

Was bedeutet “fungibel” und nicht-fungibel”? Alle fungiblen Assets, wie beispielsweise ein 5 €-Schein oder ein Bitcoin, können problemlos mit einer anderen, identischen Werteinheit des Assets ausgetauscht werden.

Ein Beispiel: Du zahlst für deinen Einkauf und erhältst eine 1 €-Münze retour, die zuvor von jemand anderem als Zahlungsmittel verwendet wurde. Diese 1 €-Münze ist fungibel – welche Münze genau du erhältst, ist demnach egal, weil deine 1 €-Münze genauso viel wert ist wie alle anderen 1 €-Münzen.

Ein nicht-fungibler Token (NFT) wiederum stellt ein einzigartiges, unersetzbares digitales Asset dar. Ein NFT kann verwendet werden, um auf der Ethereum-Blockchain das Eigentum an einem materiellen oder immateriellen Gegenstand, wie beispielsweise an einem Gemälde oder einem Musikstück nachzuweisen. Ein nicht-fungibler Token ist einzigartig, unveränderlich und kann nicht durch einen anderen Token ersetzt werden. Aus diesen Gründen sind NFTs derzeit in der Kunstszene als Eigentumsnachweis und Wertanlage überaus beliebt.

Wir sind davon überzeugt, dass das Ökosystem rund um Ethereum eines der innovativsten und spannendsten Projekte im Kryptoraum ist – was sagst du dazu?

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