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Von Bitpanda
17.02.2026
Nach einer langen Phase starker Zugewinne hat der Krypto-Markt im November 2025 den Rückwärtsgang eingelegt. Ein erheblicher Bitcoin-Dip und noch stärkere Verluste bei den Altcoins verunsicherten viele Investoren: Ist dies lediglich eine gesunde Korrektur oder liegen tiefergehende Probleme vor? Wir haben es uns angesehen!
Das Wichtigste in Kürze:
Bitcoin hat, nach einem starken Hoch, im Herbst 2025 einen deutlichen Rücksetzer erlebt:
Eine Folge dieses scharfen Rückgangs war eine erhöhte Volatilität. Die Marktteilnehmer sind nun insgesamt nervöser – insbesondere, da sie zuvor von mehreren Monaten starker Zugewinne verwöhnt wurden
Diese Korrektur kam in der Tat sehr kurzfristig, doch keineswegs grundlos: Die Veränderungen des Bitcoin-Preises und die gesamte Krypto-Markt-Performance wurden von mehreren Faktoren befeuert.
Gemeinsam betrachtet geben sie eine gute Erklärung dafür, wie der Markt so schnell und stark einbüßen konnte. Insgesamt lassen sich sechs zentrale Gründe identifizieren:
Ein wichtiger Grund für den Preisrutsch bei Bitcoin und Altcoins war die sinkende Zuversicht der Investoren. Dabei handelt es sich um eine ganz natürliche Reaktion auf die starken Zugewinne der letzten Monate.
An den Finanzmärkten kann es nicht unbegrenzt und ohne Korrektur bergauf gehen - und die Krypto-Markt-Performance ist keine Ausnahme.
Steigende Preise sorgten für Zuversicht bei den Investoren. Aber auch die Profit-Mitnahme wurde immer Attraktiver: Immer mehr Anleger begannen ihre Coins zu verkaufen, um ihre Buchgewinne in Cash umzuwandeln.
Als sich die Aufwärtsbewegung verlangsamte, kippte auch die Stimmung der Investoren (das sogenannte “Market Sentiment”) schnell. Der Bitcoin-Dip ist eine direkte Reaktion auf die Vorsicht der Märkte, die Einzug gehalten hat. Ein solcher Wechsel ist nach langen Bewegungen in eine Richtung durchaus üblich.
Die Krypto-Markt-Performance ist eng mit den Entwicklungen der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte verbunden. Faktoren aus diesen Wirtschaftsbereichen beeinflussen auch die Kurse der Kryptowährungen:
Trüben sich die Aussichten für die Weltwirtschaft ein, leidet meist auch der Krypto-Markt. Grund ist unter anderem die Enttäuschung der Investoren, wenn die attraktive Marktumgebung, auf die sie gehofft haben, nicht eintritt.
Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass diese Enttäuschung der gesamten Wirtschaft gilt und nicht speziell der Krypto-Markt-Performance. Bitcoin und Altcoins sind also eher ein Kollateralschaden in diesem Umfeld. Selbst eigentlich starke Währungen können daher zeitweise von diesen Abwärtstrends erfasst werden.
Die verschiedenen Bitcoin-ETFs sind zentrale Säulen des Krypto-Marktes: Gemeinsam verwalten sie massive 100 Milliarden € in Bitcoin-Investments. Es ist kein Wunder, dass sie damit auch einen erheblichen Einfluss auf die Märkte haben:
Der Wechsel von kontinuierlichen Einzahlungen auf massive Kapital-Abflüsse zeigt, wie schnell sich ein Markt verändern kann. Ende November hatte sich das Blatt schon wieder gewendet und die Investoren zahlten erneut 60 Millionen € auf ihre Bitcoin-ETFs ein.
Das zeigt klar, dass die typischen Krypto-Cycles auch bei Bitcoin-ETFs stark ausgeprägt sind. Abflüsse aus den Fonds im November waren für den Dip stark mitverantwortlich.
Nach einer langen Phase starken Wachstums ist eine Gewinnmitnahme finanzwirtschaftlich sinnvoll. Sowohl private als auch institutionelle Anleger wollen ihre Buchgewinne in “echte Gewinne” umwandeln. Denn eine Preiskorrektur wird immer wahrscheinlicher, je länger ein Aufwärtstrend dauert.
Außerdem wird nach solchen Trends auch das Rebalancing wichtiger: Durch das Wachstum steigt der Krypto-Anteil in den Portfolios der Investoren und damit auch das subjektive Risiko. Viele Anleger nehmen nun Anpassungen vor und schichten ihr Kapital um.
Diese Prozesse können eine Korrektur zwar in der Regel kaum auslösen, wohl aber eine solche Bewegung verstärken. Insbesondere kurzfristige Preisveränderungen können sich so beschleunigen.
Auch der Krypto-Markt ist nicht vor weltweiten Veränderungen und Problemen sicher. Krisen und Gefahren belasten alle Finanzmärkte, auch Bitcoin und Co.
In Zeiten hoher Unsicherheit sind auch Investoren weniger risikofreudig. Sie verkaufen daher oft Kryptowährungen und andere, eher riskante Assets. Das hat natürlich einen negativen Effekt auf die Bitcoin- und Altcoin-Preise, selbst wenn bei den Coins selbst eigentlich alles in Ordnung ist.
Bitcoin Miner bilden das Rückgrat der Krypto-Welt, aber sie haben mit hohen Kosten zu kämpfen: Ihre Hardware muss erneuert werden, Strom und andere laufende Kosten sind zu bezahlen. Sie verkaufen daher in regelmäßigen Abständen einige ihrer erzeugten Coins.
Normalerweise hat dies kaum einen Effekt auf den Krypto-Markt, da der Verkauf kontinuierlich stattfindet. Im November 2025 kamen jedoch zwei wichtige Faktoren zusammen:
Beide Einflüsse führten zu erhöhten Verkäufen durch die Miner. Dies verstärkte, gemeinsam mit den anderen Faktoren, die Preiskorrektur und trug zum Bitcoin-Dip bei.
Der Einbruch von Bitcoin hat schnell den gesamten Altcoin-Markt erfasst. Hier waren die folgenden Preisverluste noch stärker ausgeprägt. Es handelt sich dabei um einen altbekannten Zusammenhang zwischen den Währungen: In Aufwärtstrends stechen die Altcoins Bitcoin locker aus, in Abwärtstrends verlieren sie aber auch deutlich stärker.
Für dieses Zusammenspiel gibt es mehrere Gründe:
Gemeinsam können diese Punkte dabei helfen, die Auswirkungen eines Bitcoin-Dips auf die Altcoin-Preise besser zu verstehen. Die überproportionalen Verluste der Altcoins (im Vergleich zu Bitcoin) kommen nicht von ungefähr.
Mehrere Large-Cap Altcoins verzeichneten deutlich größere Verluste als Bitcoin während des Dips im Oktober/November. Die genauen Schäden sind zwar unterschiedlich, aber die grundlegenden Ursachen ähneln sich:
Solana zeigte eine äußerst starke Performance und war im September nahe am Allzeithoch. Von diesem Höchstwert verlor die Währung jedoch fast 50 %. Sobald die Investoren ihre Zuversicht einbüßten, wurden das hohe Handelsvolumen und der spekulative Charakter Solana zum Verhängnis.
Erschwerend kam hinzu, dass die kürzlichen Zugewinne von positiven Nachrichten (Neuerungen im Ökosystem, verstärktes Memecoin-Trading …) befeuert wurden. Als die Risikofreude der Marktteilnehmer sank, verloren auch diese News schnell an Bedeutung.
Mit mehr als 60 % Verlust seit September zeigt Avalanche einen deutlich stärkeren Rückgang als Bitcoin. Ein Grund dafür ist das gesunkene Interesse am Layer-1-Ökosystem im Allgemeinen. Die Investoren vertrauen weniger auf das langfristige Wachstum und Kapitalschutz steht stattdessen im Mittelpunkt.
Hinzu kam weniger Aktivität im Netzwerk, was den Verkaufsdruck noch weiter erhöhte. So konnte AVAX dem Bitcoin-Dip nicht widerstehen und verlor sogar noch deutlich mehr.
Auch Cardanos Verluste waren erheblich und erreichten bis zu 60 % im Vergleich zum Hoch im September. Diese Einbrüche kamen, obwohl ADA eigentlich als attraktives, langfristiges Investment und weniger als kurzfristiges Spekulationsobjekt gilt.
Leider kann genau diese Einschätzung in kritischen Marktphasen gegen Cardano arbeiten: Geht die Zuversicht der Investoren in Altcoins verloren, sind es oft die eher langsamen und stabilen Währungen, die verkauft werden. Und das, obwohl sich an den langfristigen Aussichten nichts geändert hat.
Polkadot verzeichnete ebenfalls scharfe Einbrüche von rund 60 % im Vergleich zum September. Hier liegen sowohl allgemeiner Druck der Kryptomärkte als auch spezifische Schwierigkeiten im DOT-Ökosystem vor. Das Wachstum des Netzwerkes war zuletzt eher enttäuschend, was die Investoren mit gesunkenem Interesse quittierten.
Zusätzlich kam es zu einer verringerten Handelsaktivität und Schwierigkeiten bei der Token-Versorgung. Diese Faktoren verstärkten die Abwärtsbewegung zusätzlich.
Chainlink verlor rund 50 % im Vergleich zum letzten Hoch, obwohl die wichtige Rolle der Währung für die Krypto-Infrastruktur bekannt ist. Zu Beginn dieser Marktphase konnte LINK aufgrund positiver Nachrichten zur Infrastruktur seine Position noch halten.
Als die Abwärtsbewegung einsetzte, war die Wirkung dieser Meldungen jedoch schnell dahin. Der Markt verlor das Interesse an Altcoins wie LINK. Gleichzeitig gab es keine positiven Faktoren, die den Absturz hätten aufhalten können – obwohl die Fundamentaldaten weiterhin vielversprechend sind.
Mehrere wichtige Zusammenhänge lassen sich aus dieser schwierigen Marktphase ableiten. Sie helfen, die Ursachen für die starke Abwärtsbewegung besser zu verstehen und zeigen insbesondere, warum der gesamte Krypto-Markt derart Synchron an Wert verlor:
Markt-Korrekturen waren von Anfang an ein Teil des Bitcoin-Ökosystems. Auf Phasen starker Zugewinne folgten regelmäßige Kursrückgänge. Die wichtigsten Gründe dafür sind Veränderungen im verfügbaren Kapital, der Investoren-Zuversicht und der allgemeinen Risikofreude.
Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass eine Korrektur wie im Herbst 2025 nicht durch grundlegende Veränderungen von Bitcoin oder der Bedeutung für die Finanzmärkte ausgelöst wird.
Altcoins, die ebenfalls erhebliche Verluste verzeichneten, folgten dem typischen Muster: In Hochphasen überbieten ihre Gewinne Bitcoin problemlos, bei Abwärtsbewegungen verlieren sie aber auch überproportional.
Historische Daten zeigen dieses Muster klar und eindeutig. Vergangene Entwicklungen sind natürlich kein Garant für zukünftige Entwicklungen; sie geben aber Zuversicht, dass sich der Bitcoin-Preis wie immer erholt und weiter steigt.
Dieser Kurseinbruch ähnelt daher vergangenen Dips. Die wichtigsten Gründe für die Korrektur sind:
Betrachtet man die Entwicklungen vor diesem Hintergrund, ist die Preiskorrektur kein außergewöhnliches Ereignis, sondern ein typischer Schritt im natürlichen Krypto-Kreislauf. Auch, wenn Bitcoin immer besser in den globalen Finanzmarkt integriert ist, wird es weiterhin zu regelmäßigen Phasen hoher Volatilität kommen.
Doch da wir es heute mit einem deutlich reiferen Krypto-Markt zu tun haben, kann ein solcher Dip attraktive Chancen für Investoren bieten.
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