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So erkennst und vermeidest du Scams im Jahr 2022

Bitpanda

Von Bitpanda

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Bei Bitpanda hat die Sicherheit deiner Bestände stets oberste Priorität. Wir haben daher einige Informationen zusammengetragen, die dir dabei helfen könnten, deine Bestände zu schützen und Betrüger im Internet zu entlarven. Lies weiter und erfahre, wie du Online-Scams im Jahr 2022 erkennst und vermeidest.

Digitale Sicherheit ist stets ein brandaktuelles Thema, weshalb wir auch 2022 wie schon letztes und vorletztes Jahr eine aktualisierte Ausgabe unserer Sicherheits-Guidelines für dich verfasst haben. Weitere interessante Einblicke liest du in unseren Artikeln darüber, wie du Scams vermeiden und dafür sorgen kannst, dass dein Konto sicher bleibt.

Noch mehr Informationen erhältst du in unserer Bitpanda Academy – dort lernst du unter anderem, was “Cryptojacking” ist und wie du ICO-Scams durchschauen kannst. Grundsätzlich empfehlen wir dir, deine Online-Gewohnheiten hinsichtlich ausreichender digitaler Sicherheit (insbesondere personenbezogene Daten und Passwörter) regelmäßig zu überprüfen und sicherzustellen, dass du ausreichende und passende Maßnahmen getroffen hast, um deine Bestände und Daten vor Betrügern zu schützen.

Lehn dich zurück und lies weiter, denn nun geht’s ans Eingemachte. Lass uns zusammen in einige der größten Gefahren für deine Online-Sicherheit im Jahr 2022 eintauchen.

Der Remote-Access-Scam

Der Remote-Access-Scam ist eine gefährliche Art des Cyberbetrugs, bei der sich Betrüger Fernzugriff auf deine Geräte (wie PC, Smartphone und/oder Tablet) verschaffen, um persönliche Daten, Bestände und im schlimmsten Fall sogar Identitätsdiebstahl zu begehen.

Doch wie verschaffen sich die Betrüger den Fernzugriff auf deine Geräte? Üblicherweise wirst du von vermeintlichen Mitarbeitern eines “renommierten” Unternehmens aus (z. B. wie Microsoft, Apple oder Bitpanda) angerufen, doch in Wahrheit handelt es sich dabei um Betrüger, die angeben, dich aufgrund eines Problems mit deinem Konto zu kontaktieren und dir auf diesem Wege vermeintlich technischen Support anbieten wollen.

Wie funktioniert der Remote-Access-Scam?

Die Betrüger agieren unter dem Vorwand, dass potenzielle Sicherheitslücken oder Viren bei deinem Computer festgestellt wurden oder geben sogar an, dass sie im Zuge einer Überprüfung deines Kontos auf eine verdächtige Transaktion gestoßen seien.

Auf alternativem Wege erhältst du eine E-Mail, die dich auffordert, dich wie gewohnt über das dir bekannte Interface einzuloggen. Dieser Vorgang könnte dich anschließend auf eine gefälschte Webseite leiten oder eine Datei öffnen, die deinen Computer infiziert.

Im Anschluss fordern dich die Betrüger auf, Anydesk, Teamviewer oder eine vergleichbare App auf dein Gerät herunterzuladen, um sich dadurch unter dem Vorwand, dir bei dem Problem (das sie selbst kreiert haben) Fernzugriff zu verschaffen. Doch statt dir zu helfen, ist dies Teil des Betrugsschemas.

Manche Betrüger könnten dich auch auffordern, ein Konto auf Bitpanda oder einer anderen Investmentplattform zu erstellen und dich mit deiner eigenen Webcam durch den Verifizierungsprozess lotsen. Vertraue daher – egal welcher Grund genannt wird – niemandem, der Fernzugriff auf deine Geräte verlangt.

Bitpanda könnte dich in Ausnahmefällen zwar anrufen, wir würden dich jedoch stets per E-Mail davon in Kenntnis setzen, bevor wir das tun. Wir würden auch niemals nach deinen Anmeldedaten, Passwörtern oder Zugriff auf deine Geräte fragen beziehungsweise um Zahlungen oder Gebühren bitten. Sei kritisch und hinterfrage eine Nachricht lieber einmal mehr als zu wenig: Wenn du dir nicht sicher sein solltest, ob du wirklich von Bitpanda kontaktiert wurdest, kannst du auf Nummer sicher gehen und uns über unser Kontaktformular fragen.

Bedenke also: Ermögliche niemandem Fernzugriff auf dein Gerät und teile niemals deine Login-Daten. Wenn du eine verdächtige E-Mail erhältst, öffne niemals darin enthaltene Links oder Anhänge.

Ponzi-Systeme und Pyramidenspiele

Diese Art von Scam macht schon seit vielen Jahren die Runde und kommt auch heute noch häufig vor. Üblicherweise werden dir solche Betrügereien als großartige Investmentgelegenheiten getarnt angeboten. In Wahrheit handelt es sich jedoch nur um einen großen Schwindel.

Wie funktionieren Pyramidenspiele und Ponzi-Systeme?

Bestehende “Anleger”, die bereits investiert haben, werden mit den von neuen “Anlegern” gesammelten Geldmitteln bezahlt, die gerade erst am Ende der Kette (bzw. am unteren Ende der Pyramide) “dazugestoßen sind”.

Ein Pyramidensystem muss am unteren Ende der Struktur stets neue Nutzer eingliedern, um weiterzubestehen, Profit daraus schlagen jedoch immer nur jene, die sich an der Spitze der Pyramide befinden. Betrüger versuchen, dich unter der Prämisse hoher Erträge bei geringem Risiko an Bord zu holen und bitten dich dann, eine Einstiegstransaktion zu tätigen.

Diese “Erstinvestion” in einem Pyramidensystem kann neben Fiatgeld auch in Krypto erfolgen. Häufig werden die Opfer dieser Masche gebeten, Kryptowährungen an eine Wallet-Adresse zu senden.

Mehr über diesen Scam erfährst du in diesem englischsprachigen Artikel der SEC über Ponzi-Systeme und Kryptowährungen.

Bedenke also: Wenn es zu schön klingt, um wahr zu sein, dann ist es vermutlich auch so. Behalte auch die Form einer Pyramide im Sinn – denn die Einzigen, die wirklich Geld durch dieses System “verdienen”, sind jene an der Spitze der Pyramide.

Der 5x1-Scam

Würdest du jemandem glauben, der meint, dass er aus einem einzigen BTC gleich fünf machen könne? Nein? Gut, denn das solltest du auch nicht. Der 5x1-Scam gehört zu den Betrugsmaschen, bei denen dir versprochen wird, “einfach und schnell Geld zu verdienen”. Im Zuge des Scams bitten Betrüger dich darum, Geldmittel oder Kryptowährungen zu versenden.

Wie funktionieren 5x1-Scams?

Der Betrüger kontaktiert dich und bittet dich, einen bestimmten Betrag zu investieren, um ganz einfach und innerhalb kürzester Zeit ein Vielfaches an Profit daraus zu schlagen (daher auch der Name 5x1 – frei nach dem Motto “Generiere das 5-fache deines Erstinvestments”).

Die Betrüger hinter dieser Masche geben bei ihren Opfern oft an, erfahrene Investoren zu sein, die ihr “Wissen” mit dir teilen möchten und dies auch oft über gefälschte Social-Media- oder Bitpanda-Konten probieren. Hier ein Beispiel eines 5x1-Scams:

Bitte beachte, dass es sich hierbei um ein gefälschtes Bitpanda-Konto handelt. Bitpandas Social-Media-Kanäle hätten einen blauen Haken neben ihrem Namen. Weiter unten findest du eine vollständige Liste aller offiziellen Bitpanda-Konten. Darüber hinaus würde dich das Bitpanda-Team niemals direkt hinsichtlich eines Giveaways kontaktieren, sondern dieses offiziell und transparent auf unseren Social-Media-Kanälen ankündigen.

Auch hier sollte überdacht werden, ob das Angebot nicht gar zu verlockend klingt. Bitpanda wird dir niemals anbieten, dein Guthaben zu vermehren, wenn du dieses im Gegenzug dafür an eine externe Wallet schickst.

Betrüger, die vorgeben, bei Bitpanda zu arbeiten

Betrüger könnten auch angeben, bei Bitpanda zu arbeiten. Unter dem Vorwand, dass dein Konto gesperrt wurde, könnten sie dich bitten, für die erneute Freigabe eine Gebühr zu zahlen oder eine Einzahlungsgebühr verlangen.

Wie funktioniert diese Betrugsmasche?

Du könntest beispielsweise einen Anruf erhalten, bei dem sich der Betrüger als Bitpanda-Mitarbeiter ausgibt und dich nach deinen Anmeldedaten, Passwörtern oder anderen personenbezogenen Daten fragt. Alternativ erhältst du per E-Mail oder Nachricht auf einer Social-Media-Plattform einen Link, der dich auf eine gefälschte Webseite weiterleitet oder den Download einer infizierten Datei auf deinen Computer startet.

Bedenke also: Bitpanda wird dich niemals direkt kontaktieren, um dich nach persönlichen Daten zu fragen. Solltest du dennoch einen verdächtigen Anruf, eine E-Mail oder eine Nachricht auf einer Social-Media-Plattform erhalten, kontaktiere uns bitte über unser Kontaktformular um sicherzustellen, dass es sich dabei auch wirklich um uns handelt.

Phishing-E-Mails und -Webseiten

Beim Phishing ahmen Betrüger bekannte Unternehmen nach und versuchen, mithilfe gefälschter E-Mails oder Links an deine persönlichen Daten, Passwörter, Private Keys, Kreditkartennummern usw. zu kommen.

Wie funktioniert Phishing?

Du erhältst eine betrügerische E-Mail, die “offensichtlich” von einem bekannten Unternehmen stammt – selbst die E-Mail-Adresse, Logos und sogar Links könnten exakt wie jene des Unternehmens aussehen. Deine Alarmglocken sollten jedoch schrillen, sobald du nach persönlichen Daten gefragt wirst. Lade darüber hinaus niemals verdächtige Dateien herunter, da es sich dabei um Viren handeln könnte. Wenn du auf die Bitpanda Webseite gehst, stelle stets sicher, dass die URL so aussieht:

Beachte auch, dass die oben stehende URL, bitpanda.com, die einzige Bitpanda-Domain ist. Webadressen wie “bitpanda.io” oder “bitpandaexchange.co.uk” beispielsweise sind KEINE offiziellen Bitpanda-Webseiten.

Bedenke also: Wenn du eine Phishing-E-Mail erhältst, öffne sie keinesfalls, lade keine Anhänger herunter und lösche diese E-Mail stattdessen sofort.

Der Recovery-Scam

Wenn du Opfer eines Betrugs wurdest, könntest du anschließend Ziel eines sogenannten “Recovery-Scams” werden. Betrüger geben sich im Rahmen dieser Masche oft als Anwälte oder Experten mit umfassenden Blockchain-Wissen aus und täuschen vor, Opfern eines vorherigen Betrugs nach Zahlung einer Gebühr bei der Rückholung (“Recovery”) ihrer gestohlenen Geldmittel zu helfen.

Wie funktionieren Recovery-Scams?

Hier der beispielhafte Ablauf eines Recovery-Scams:

Du bist auf einen 5x1-Scam hereingefallen und hast einen Bitcoin an eine Adresse gesendet. Dir wurden im Gegenzug 5 BTC versprochen, doch erhalten hast du nie etwas. Du hast anschließend versucht, deinen BTC wieder zurückzuerhalten, doch leider können Blockchain-Transaktionen nicht rückgängig gemacht werden. 

Plötzlich erhältst du eine Nachricht, die deine Hoffnungen wieder aufflackern lassen: Jemand gibt an, einen Weg zu kennen, um dir deinen Bitcoin wieder zurückzuholen. Angeblich kann dieser jemand die Blockchain zurücksetzen oder die Investment-Plattform veranlassen, dir deinen BTC wieder zurückzugeben. Im Gegenzug verlangt dein angeblicher Retter in Not jedoch eine Gebühr.

Bedenke also: Bei diesen “Diensten” handelt es sich um einen weiteren Scam und du läufst Gefahr, sogar noch mehr Geld zu verlieren. Beachte, dass Blockchain-Transaktionen nicht rückgängig gemacht werden können, weshalb es auch nicht möglich ist, an Wallet-Adressen gesendete Mittel wieder zurückzuholen.

Mehr über Recovery-Scams erfährst du in diesen Artikeln: 

Der Romance-Scam

Romance-Scams, auch Love-Scams genannt, beginnen üblicherweise auf Dating-Plattformen. Die Betrüger erstellen ein Konto auf einer Plattform und geben vor, nach der großen Liebe zu suchen. Sie versuchen, durch lange Konversationen das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, stellen viele Fragen und scheinen wahrhaftig interessiert zu sein. Manchmal geben sie sogar an, in der Investment- oder Finanzbranche tätig zu sein.

Wie funktioniert ein Romance-Scam?

Nach einiger Zeit beginnen die Betrüger jedoch üblicherweise, Fragen über den finanziellen Hintergrund der Opfer zu stellen und versuchen, ihnen finanzielle Informationen oder Anmeldedaten zu entlocken oder geben vor, in Geldnöten zu stecken. Sie könnten dich unter anderem bitten, Hotelrechnungen, Flug- oder Zugtickets zu bezahlen oder sie bei der Deckung von Arztrechnungen zu unterstützen.

Romance-Scams können gegebenenfalls auch mit ICO-Scams in Verbindung gebracht werden. Ein Betrüger könnte versuchen, dich unter Versprechen einer großartigen Ertragschance zur Investition in das ICO eines Projekts zu bewegen.

Bedenke also: Bei der Nutzung von Dating-Plattformen und insbesondere beim Chatten mit Fremden solltest du auf Anzeichen eines Romance-Scams achten. Sei vorsichtig bei Menschen, die du online kennengelernt hast, vor allem, wenn du sie noch nie im wirklichen Leben gesehen oder kennengelernt hast. Wir können es gar nicht oft genug sagen: Wenn sich etwas zu gut anhört, um wahr zu sein, dann ist es das vermutlich auch.

Social-Media-Scams

Leider stehen Social-Media-Scams mittlerweile an der Tagesordnung. Genauso wie es Betrüger gibt, die angeben, bei Bitpanda zu arbeiten, gibt es auch zahlreiche gefälschte Bitpanda-Konten in den sozialen Medien. Diese Fake-Konten sehen den offiziellen Bitpanda-Social-Media-Konten oft zum Verwechseln ähnlich, da sie häufig Bilder oder Inhalte der offiziellen Konten eins zu eins kopieren und übernehmen.

Wie funktioniert ein Social-Media-Scam?

Gefälschte Bitpanda-Konten in den sozialen Medien bewerben häufig ebenso gefälschte Giveaways, betrügerische Angebote und kontaktieren Nutzer oft sogar direkt. Üblicherweise handeln sie mit dem Ziel, deine persönlichen Daten zu stehlen, deine Gewohnheiten zu tracken oder Zugriff auf deine Bestände zu erhalten.

Bedenke also: Bleib in sozialen Netzwerken stets wachsam und vorsichtig und stelle sicher, dass du auch wirklich nur den offiziellen Bitpanda-Social-Media-Konten folgst bzw. nur unseren offiziellen Telegram-Gruppen beitrittst.

Vertraue nur Bitpandas offiziellen Webseiten und Social-Media-Konten

Ein effektiver Weg, Social-Media-Scams zu vermeiden, ist, nur den offiziellen Bitpanda-Kanälen zu folgen. Hier eine Übersicht über alle offiziellen Bitpanda-Social-Media-Konten:

Twitter:

Instagram:

Facebook:

Reddit:

Discord: 

Telegram:

Wenn du dir nicht sicher bist, ob ein Konto echt oder fake ist, brauchst du nur auf den Handle schauen: Befindet er sich nicht in obenstehender Liste, dann handelt es sich um ein gefälschtes Bitpanda-Konto. 

Bitte beachte, dass wir selbst keine gefälschten Bitpanda-Konten entfernen können, weshalb es außerordentlich wichtig ist, dass du das Fake-Konto sowohl bei der jeweiligen Social-Media-Plattform als auch bei unserem Bitpanda-Support-Team meldest.

Gib Scams keine Chance – sei achtsam und kritisch

Bleibe skeptisch und überstürze keine Entscheidungen im Web. Lies dir alles immer genau und kritisch durch und sei vorsichtig.

Versuche, dich stets über aktuelle Betrugsmaschen auf dem Laufenden zu halten, bleibe wachsam und lass dich nicht zu einer Investmententscheidung drängen. Weitere Informationen, Warnhinweise, Beispiele und Guidelines findest du in unserem Helpdesk-Artikel darüber, wie du Online-Scams erkennst.

Gehe lieber auf Nummer sicher, denn nur so bleiben auch deine Bestände sicher.

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