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Von Bitpanda
06.02.2026
Wenn du diese Woche dein Portfolio geöffnet hast und einen Wechsel in den Risk-off-Modus bemerkt hast, bist du nicht allein. Krypto ist deutlich gefallen, zusammen mit einem breiteren Ausverkauf bei Risiko-Assets, insbesondere im Tech-Sektor. Das Tempo der Bewegung hat viele Investoren überrascht.
Der wichtigste Punkt gleich vorweg: Schnelle Rückgänge entstehen oft dann, wenn mehrere makroökonomische Faktoren und Marktmechanismen gleichzeitig wirken. Genau das war in dieser Woche der Fall. Veränderte Erwartungen an die US-Geldpolitik, Anzeichen einer Abkühlung der US-Wirtschaft, Druck auf Tech-Aktien, geopolitische Schlagzeilen und eine Welle gehebelter Liquidationen im Kryptomarkt trafen zusammen. Im Folgenden ordnen wir ein, was diese Bewegung ausgelöst hat, was sie bedeuten kann und worauf wir jetzt achten sollten.
Bitcoin fiel in dieser Woche unter den mittleren Bereich von € 50.000. Auch Ethereum verzeichnete einen deutlichen Rückgang. Marktberichte wiesen zudem auf Liquidationen von mehr als 700 Millionen US-Dollar innerhalb weniger Stunden hin. Das macht deutlich, wie stark die Hebelwirkung die Abwärtsbewegung verstärkt hat. Gleichzeitig gaben Tech-Aktien über mehrere Handelstage hinweg nach und bestätigten damit die übergeordnete Risk-off-Stimmung an den globalen Märkten.
Märkte reagieren sehr sensibel auf Erwartungen zur zukünftigen Zinsentwicklung. In dieser Woche rückte die US-Geldpolitik stärker in den Fokus, nachdem bekannt wurde, dass Kevin Warsh als Vorsitzender der US-Notenbank nominiert wurde. Jerome Powells Amtszeit endet voraussichtlich im Mai 2026.
Warum ist das für Krypto relevant?
Wenn Investoren davon ausgehen, dass Zinsen länger hoch bleiben oder die Unsicherheit zunimmt, werden volatile Assets wie Krypto häufig zuerst niedriger bewertet. Selbst ohne unmittelbare geldpolitische Änderungen kann ein Führungswechsel dazu führen, dass das Risiko reduziert und Positionen später neu bewertet werden.
Wichtig dabei: Erste Marktreaktionen sind oft uneinheitlich. Einige Beobachter sehen Warsh als eher restriktiv, andere erwarten eine differenzierte Linie.
Für Risiko-Assets sind dabei vor allem zwei eng verbundene Themen entscheidend:
a) Anleiherenditen und Flucht in sichere Häfen
Steigt die Unsicherheit, kaufen Investoren häufig US-Staatsanleihen. Das drückt die Renditen und gilt als klassisches Risk-off-Verhalten. Diese Entwicklung zeigte sich zusammen mit schwächeren Signalen vom US-Arbeitsmarkt und fallenden Aktienkursen.
b) Staatliche Finanzierung und Emissionserwartungen
Auktionen von Staatsanleihen und Finanzierungspläne beeinflussen die Liquidität an den Märkten. In dieser Woche veröffentlichte das US-Finanzministerium neue Informationen zu Refinanzierungen und Emissionen. Zusätzlich sorgten Diskussionen rund um die Schuldenobergrenze für Unsicherheit bei Annahmen zu kurzfristigem Liquiditätsmanagement und Emissionszeitpunkten.
Kurz gesagt: Verschieben sich Erwartungen zu Zinsen und Liquidität, bewegen sich Risiko-Assets meist mit. Krypto verhält sich dabei oft wie eine volatilere Version von Tech.
Die Bewegung im Kryptomarkt fand nicht isoliert statt. Parallel dazu verarbeiteten die Märkte einen breiten Ausverkauf bei Aktien, angeführt von Technologiewerten.
In der Marktberichterstattung kristallisierten sich zwei zentrale Punkte heraus. Erstens sorgten Quartalsergebnisse und Ausblicke großer Tech-Unternehmen für erhöhte Volatilität, insbesondere mit Blick auf Margen, Investitionen und zukünftiges Wachstum. Zweitens verstärkte sich die Diskussion über die steigenden Kosten des KI-Booms und deren Auswirkungen auf Profitabilität und Risikobereitschaft.
Warum das für Krypto wichtig ist: In Risk-off-Phasen steigen Korrelationen häufig. Investoren reduzieren ihre Positionen dann über mehrere Anlageklassen hinweg. Tech, Wachstumswerte und Krypto werden gemeinsam reduziert, auch wenn sich die langfristigen Grundlagen dieser Assets unterscheiden.
Geopolitische Risiken müssen nicht stark eskalieren, um Märkte zu beeinflussen. Oft reicht es aus, dass Schlagzeilen die Unsicherheit erhöhen und Investoren in sicherere Anlagen drängen.
In dieser Woche richteten sich die Blicke zudem auf bevorstehende Gespräche zwischen den USA und dem Iran zum Atomabkommen. Die Ölmärkte wogen dabei mögliche Entlastungen auf der Angebotsseite gegen die anhaltenden Differenzen über Umfang und Agenda ab.
Wenn makroökonomische Faktoren und Geopolitik den Rahmen setzen, sind Liquidationen häufig der Auslöser, der aus einer schwachen Marktphase einen deutlichen Kursrutsch macht. Berichte zeigten Liquidationen von mehr als $ 700 Millionen innerhalb weniger Stunden. Das ist typischerweise ein Zeichen dafür, dass gehebelte Positionen zwangsweise aufgelöst werden, sobald Kurse wichtige Marken unterschreiten.
Ein zentraler Punkt bei Krypto-Rückgängen:
Liquidationen verursachen nicht die erste Schwäche, sie können die Bewegung aber abrupt und emotional verstärken.
Der Rückgang dieser Woche lässt sich am besten als Übergang in eine breitere Risk-off-Positionierung beschreiben. Investoren bewerteten makroökonomische Unsicherheit neu, reduzierten Risiko, Tech schwächte sich ab und die Hebelwirkung im Kryptomarkt verstärkte die Bewegung.
Diese Punkte sind in den kommenden Tagen besonders relevant:
Gerade bei hoher Volatilität ist es wichtig, dass du dich auf die Plattform verlassen kannst, die du nutzt. Bei Bitpanda konzentrieren wir uns auf Grundlagen, die unabhängig von kurzfristigen Kursbewegungen entscheidend sind:
Mehr dazu, wie Bitpanda Assets schützt und hohe Sicherheitsstandards einhält, findest du auf unserer Security-Seite.
Nicht jeder möchte sich wie ein Trader mit den Märkten beschäftigen. Diese Hinweise sind in Rückgangsphasen besonders hilfreich:
Der Rückgang dieser Woche hatte keine einzelne Ursache. Er entstand durch das Zusammenspiel aus geldpolitischer Unsicherheit, sinkender Risikobereitschaft, Schwäche im Tech-Sektor, geopolitischen Faktoren und dem Abbau von Hebelpositionen. Das Ergebnis war eine klare Risk-off-Positionierung.
Wir beobachten das makroökonomische Umfeld und die Marktstruktur weiterhin genau und konzentrieren uns auch in volatilen Phasen auf das Wesentliche: klare Informationen, sichere Infrastruktur und eine Plattform, die auf langfristige Nutzung ausgelegt ist.
Wenn du ohne unnötigen Lärm informiert bleiben möchtest, kannst du jede Woche den Bitpanda Weekly Recap lesen. Dort findest du klare Einordnungen zu Kryptomärkten und zum übergeordneten Marktumfeld.
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