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Highlights der Woche:

-      Größte Marktkorrektur des Jahres

-       ETH stürzt von Rekordhoch über 50% innerhalb von nur 7 Tagen ab

-       Altcoin Massaker

Größte Marktkorrektur des Jahres

Wir alle wissen, wie schnell sich die Stimmung auf den Kryptomärkten ändern kann. Letzte und diese Woche haben es eindrucksvoll aufgezeigt. Es ist auch klar, dass Kurse nicht immer nur steigen können, insbesondere nicht, wenn man die unfassbaren Kursanstiege des gesamten Kryptomarkts der letzten sechs Monate bedenkt. Bitcoin und Co. sorgen derzeit für viel Gefühlschaos – einige Assets mussten nach Bestmarken sogar Kursverfälle von bis zu 50% hinnehmen. Der Anstieg der vergangenen Monate hat nun sein Ende gefunden. Es wäre nicht überraschend, wenn sich die Märkte nun vorerst seitwärts bewegen, bevor wieder ein neuer Trend entsteht.

Die eindeutige Verkaufsstimmung der letzten Woche sorgte innerhalb von nur 7 Tagen für einen Wertverfall der Krypto-Marktkapitalisierung von ungefähr 700 Milliarden €. Nahezu die Hälfte dieser Summe ist auf Preisentwicklungen der letzten 24 Stunden zurückzuführen, in der einige Kryptowährungen zwischen 15% und 30% ihres Werts einbüßten. Die Gesamtmarktkapitalisierung beträgt nun in etwa 1,4 Billionen € und ist damit so niedrig wie zuletzt im März.

Bitcoin, die größte Kryptowährung in Bezug auf Volumen und Marktkapitalisierung, verlor in weniger als einem Monat beinahe 50% ihres Werts – verglichen mit dem bisherigen Rekordhoch. Erst Mitte April hatte Bitcoin dieses mit 54.500 € erreicht. Seitdem ging es jedoch nicht mehr so rosig voran – der Bitcoin-Kurs fiel seit Februar das erste Mal unter die 30.000 €-Marke.

Ende 2017 hatte Bitcoin zum ersten Mal einen so rasanten Kursverfall innerhalb eines so kurzen Zeitraums verzeichnet und leitete damit das Ende des damaligen BTC Bull Runs ein. Warum genau es zu so einem Kursverfall kommt, ist schwer zu sagen, da mehrere Faktoren Einfluss darauf haben können. Tesla-CEO Elon Musk war auf seinem Twitter-Kanal sehr aktiv, was den anfänglichen Hype auf dem Markt auslöste. Dazu kamen Nachrichten über das Verbot weiterer Anwendungsfälle von Kryptowährungen in China und eine verrückte Preisentwicklung von Meme-Token lenkte die Liquidität Richtung spekulativer Investitionen. Vielleicht muss der Markt nach einem wilden halbjährigen Ritt einfach einmal kurz verschnaufen.

Bitcoin befindet sich aktuell auf dem 200-Tage gleitenden Durchschnitt (MA) – dem am meisten verwendeten Trading-Indikator – und lässt auf den langfristigen Trend schließen. Bei der sogenannten 200-Tage-Linie werden die Schlusskurse der letzten 200 Trading-Tage zusammengezählt und daraus ein Durchschnitt ermittelt. Da so viele Tage herangezogen werden, wird dieser Indikator als sehr wichtig erachtet. Wenn Kurse die 200-Tage-Linie über- oder unterschreiten, läuten bei professionellen Tradern die Alarmglocken: wird die Linie unterschritten, so deuten sie ein Verkaufssignal und wird sie überschritten, ein Kaufsignal.

ETH, von Allzeit-Hoch auf minus 50% in 7 Tagen

Die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum folgte dem aktuellen Bitcoin-Trend und verlor fast 50% ihres Werts. Ethereum erreichte vor der Preiskorrektur einen Höchststand von 3.600 € mit einer Marktkapitalisierung von 410 Mrd. €. Der ETH-Preis scheint nachgelassen zu haben und gleitet derzeit um die 2.000 €-Marke, dem niedrigsten Stand seit April.

Altcoin-Massaker

Andere Altcoins, insbesondere die jüngsten Gewinner und diejenigen mit kleinerer Marktkapitalisierung, blieben nicht vom Massaker verschont. XRP fiel um 40% und wird derzeit mit 1 € getradet, während LINK einen noch größeren Verlust von mehr als 50% erfuhr. IOTA verlor etwa genau so viel und wird auch mit ca. 1 € getradet.

Marktkorrekturen sind Teil des Tradings

Marktkorrekturen gehören einfach zum Trading dazu und obwohl eine Korrektur kurzfristig negative Auswirkungen mit sich bringen kann, ist sie für langfristige Entwicklungen “gesund”, da sie überbewertete Asset-Kurse korrigiert und Kaufgelegenheiten bietet. Niemand kann genau sagen, wann eine Korrektur beginnen oder enden wird bzw. wie drastisch ein Kurs fällt. Der Kryptomarkt ist noch immer jung und demnach höherer Preisvolatilität ausgesetzt. Korrekturen werden höchstwahrscheinlich auch künftig weiterhin eintreten.

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