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In dieser Reihe geben wir eine Übersicht über all das, was in der vergangenen Woche auf dem Kryptomarkt passiert ist. Lass uns keine Zeit verlieren und sofort in den Recap eintauchen.

Allgemeine Zusammenfassung:

- Statistiken zum Trading im März und BTC-Volatilität

- Erklärung des Auslauftags von Optionen

- Einige Ausnahmen übertrafen alle anderen Coins (IOTA, BEST)

- Fidelity launcht einen ETF

- VISA beginnt, Zahlungen in USDC Stablecoin zu leisten

- PayPal akzeptiert Kryptowährungen

Gestern war der letzte Trading-Tag im März. Der Monat geizte nicht mit Profiten; Bitcoin lieferte Erträge von über 30%, einige Altcoins sogar noch mehr. Hinsichtlich der  Kursentwicklungen gab es ein paar Ereignisse, die für Volatilität sorgten, aber den allgemeinen Trend nicht großartig beeinflussten. Der Kryptomarkt befindet sich weiterhin im Wachstum und letzte Woche stellte diesbezüglich keine Ausnahme dar.

Der 26. März war ein wichtiger Tag für BTC und ETH, da Optionen im Wert von 4 Milliarden US-Dollar ausliefen. Dem Auslauftag wird große Wichtigkeit zugeschrieben, da sich der Kurs an diesem Tag tendenziell dem Ausübungspreis annähert, der in diesem Fall viel niedriger – bei 44.000 $ für BTC – lag. Bitcoin bewegte sich auch zu dieser Marke und erreichte sein Support Level. Dasselbe Phänomen konnte auch bei ETH beobachtet werden, das BTC in der Kursentwicklung folgte. Es handelt sich hierbei jedoch um Faktoren, die auf Ereignisse zurückzuführen sind, aber den allgemeinen Trend nicht wenden.

Am Auslauftag der Optionen muss der Emittent das entsprechende Asset liefern, also in diesem Fall Bitcoin oder Ethereum, und kann nicht in Fiat-Währungen oder Stablecoins (USD, EUR, USDT, …) auszahlen. Der Emittent der Optionen, im Regelfall Exchanges, muss daher Bitcoin/Ethereum kaufen, wofür eine beträchtliche Menge an Geld von den Exchanges genommen wird. In Folge fällt der Kurs, da der Emittent zum niedrigsten Kurs oder sehr nahe am Ausübungspreis der Option kaufen muss, um die Schulden zurückzuzahlen und positive Ergebnisse zu erzielen. Andererseits gibt es auch Trader, die Optionen halten, aber kein Interesse an Bitcoin oder Ethereum haben und sich die Optionen vorzeitig in Fiat-Geld auszahlen lassen. Dies sorgt zum einen ebenfalls für einen Kursrückgang, zum anderen aber auch, dass große Mengen “physischer” Bitcoins und Ethereum vom Markt genommen werden, was wiederum zu Engpässen führt. Sobald die Optionen abgeschlossen sind, erholt sich der Preis wieder und der Markt stabilisiert sich.

In der technischen Analyse spricht man bei Kursmustern von charakteristischen Formationen, die durch die Kursentwicklung entstehen. Trader versuchen stets, diese zu erkennen, um eine mögliche zukünftige Preisentwicklung vorauszusagen. BEST schaffte es binnen kürzester Zeit zweimal, aus einem Cup-and-Handle-Muster auszubrechen. Dieses Kursmuster ähnelt auf dem Preischart einer Tasse mit einem Henkel: Die Tasse ist wie ein “U” geformt, während der Henkel von der wieder nach unten gehenden Chartlinie verkörpert wird. Dieses Muster wird als bullisches Signal betrachtet, das einen Aufwärtstrend fortsetzt und wird herangezogen, um Investitionschancen für einen längeren Zeitraum zu erkennen. BEST überschritt kurzzeitig die 2 €-Marke auf Bitpanda Pro, verzeichnete das höchste Tradingvolumen innerhalb eines Monats und verdoppelte seinen Wert in einem Zeitraum von nur 6 Tagen. Obwohl BTC in den letzten Wochen einen beeindruckenden Ertrag erzielen konnte, wurde Bitcoin von BEST um über 400% übertroffen.

Auch IOTA befand sich in der vergangenen Woche unter den Top Coins. Der Graph schoss in die Höhe und erreichte sein Resistance-Level bei 1,5 €. Derzeit formt der Kurs ein steigendes Keil-Muster (Wedge Pattern). In einem Aufwärtstrend wird dieses generell als Fortsetzungs- oder Umkehrmuster gedeutet, je nachdem, wo der Bruch der Trendlinie stattfindet.

Auch einige großartige Branchen-Neuigkeiten trieben die Märkte letzte Woche voran. Viele namhafte Unternehmen verkündeten die Annahme von und den Einstieg in Krypto.

Der Vermögensverwaltungsriese Fidelity Investments soll derzeit an seinem eigenen Bitcoin-ETF arbeiten. Ein ETF (Exchange Traded Fund, börsengehandelter Fonds) ist ein Wertpapiertyp, der einen Index, einen Sektor, einen Rohstoff oder andere Assets, in diesem Fall Bitcoin, abbildet und wie eine normale Aktie auf einer Börse ge- oder verkauft werden kann. Fidelity ist jedoch nur einer der vielen Namen, die Krypto an die Wall Street bringen wollen.

Zahlungsdienstleister Visa kündigte an, zukünftig auch Zahlungen mit dem Stablecoin USDC auf der Ethereum-Blockchain leisten zu wollen. Visa wird dadurch zum ersten großen Zahlungsnetzwerk, das einen Stablecoin als Abrechnungswährung verwendet. Das Unternehmen kann von nun an seine Geschäfte mit Krypto-Debitkarten gänzlich mit digitalen Assets abwickeln.

Ein weiterer Zahlungsdienstleister, PayPal, verkündete, dass es Kunden in den USA von nun an auch möglich sein wird, mit Kryptowährungen online zu zahlen. PayPal tauscht zum Zeitpunkt der Zahlung die Kryptowährung um, sodass Händler die lokale Fiat-Währungen erhalten.

Sowohl Visa als auch PayPal sind für den Kryptomarkt wichtig, da durch sie ein Anwendungsfall auch Realität wird.

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